Wasserwerker und das Abwasser bei der Herstellung von weichem Wasser

Aus dem Kreise der Interessenten unserer Sache erreichte uns folgende Frage, auf die wir an dieser Stelle näher eingehen möchten:

erst einmal vielen Dank für diese Hompage und die damit vebundene Arbeit. Nach wie vor ist dieses Thema wichtig.
Info oder Gerücht:
Durch eine Unterhaltung mit einem “Wasserwerker” wurde ich auf eine möglicherweise wegweisende Entscheidung der Gemeinde Waghäusel aufmerksam gemacht. Er hat mir erklärt, daß bei einer zentralen Wasserenthärtung eine große Menge an Abwasser anfallen würde. Dieses Abwasser muss in in irgendeiner Form entsorgt werden und der Gemeinderat bzw. die Wassergemeinschaft müsse dieses Entsorgung genehmigen lassen bzw. veranlassen. Sollte der Gemeinderat dies ablehnen, wäre eine zentrale Wasserenthärtung gescheitert. Haben Sie da nähere Infos und könnten Sie diese in den Blog schreiben?

Die Herstellung von weichem Wasser ist eigentlich ein einfacher Prozess: durch Filter werden insbesondere Kalk aber auch andere Fremdstoffe aus dem Wasser herausgefiltert. Diese Fremdstoffe, der sog. “Vorfluter” wird entsorgt, indem man ihn meist in umliegende Gewässer ableitet, wo er von großem Nutzen ist.

Aber im Detail:

Bei der Umkehrosmose wird Wasser durch eine durchlässige Membran mit ultrafeinen Poren gepresst. Dabei findet ein Trennungsprozess auf molekularer Ebene statt: Wassermoleküle passieren die Membrane, während im Wasser gelöste Stoffe wie Salze, Kalk, Nitrat, Schwermetalle, radioaktive Teilchen wie Cäsium, organische Verbindungen (Dioxine, THMs) und Pestizide – abhängig vom Moleküldurchmesser – zu 90 bis sogar 99% zurückgehalten werden.

In den Membranen bleibt das herausgefilterte Konzentrat der zurückgehaltenen Inhaltsstoffe zurück. Dieses wird je nach Zusammensetzung oder behördlicher Auflagen entweder direkt oder nach vorheriger Behandlung in den Vorfluter abgeleitet, wo es in Bächen, Flüssen und Seen den dortigen Pflanzen als natürlicher Dünger dient.

Der mittels Nanofiltration herausgefilterte Kalk kann, eine entsprechende Genehmigung vorausgesetzt, in regionale Bäche, Flüsse und Seen eingeleitet werden. Damit wird die mikroökologische Situation des Gewässers verbessert. Darüber hinaus werden diese durch reduzierte Verbräuche von Seifen, Waschmitteln, Shamposs etc. deutlich geringer belastet!

Die Herstellung von weichem Wasser verbessert die ökologische Bilanz deutlich und ist somit umweltschonend(er).

Für die Einleitung dieses Vorfluters ist eine Genehmigung der obersten zuständigen Wasserbehörde (i. e Landratsamt Karlsruhe) erforderlich. In den umliegenden Gemeinden, in denen bereits weiches Wasser eingeführt wurde, ist das erfolgt. Deshalb sollte einer Bewilligung eines entsprechenden Antrags der Gemeinden Hambrücken und Waghäusel nichts entgegenstehen… außer dem politischen Willen der beteiligten Entscheider. Und hier sträuben sich Teile gegen die Vorteile von weichem Wassers, teilweise mit hanebüchenen Begründungen, die oftmals mit der Realität nichts oder nur wenig zu tun haben!

Wir brauchen deshalb jede Unterstützung für unsere Sache. Unterstützen auch Sie uns!

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