Einfluss auf Rohrleitungen

Weiches Wasser ist absolut unbedenklich für Wasserleitungen

Es ist zur Korrosionsvermeidung sogar unerlässlich: In Holland waren es veraltete Rohrleitungen, die bereits vor vielen Jahren dazu geführt haben, dass im ganzen Land weiches Wasser zentralisiert und flächendeckend bereitgestellt wird, weil es – verglichen mit hartem Wasser – eine deutlich geringere Metall-Löslichkeit hat und somit die Verrohrungen schont.

Wasser enthält – egal ob weich oder hart – von Natur aus viele Gasverbindungen, die prinzipiell Leitungsrohre angreifen können. Da im Wasserwerk professionell sichergestellt wird, dass Trinkwasser sich im sog. “Kalkkohlensäuregleichgewicht” befindet, d. h. dass die im Wasser gebundenen Gasverbindungen darin bleiben und nicht ausfallen, ist weiches Wasser absolut unbedenklich.

Das Trinkwasser wird entsprechend den strengen gesetzlichen Vorgaben nach der Enthärtung zur Einstellung des Kalkkohlensäuregleichgewichts weitestgehend entsäuert und damit der pH-Wert angehoben. Dadurch reduziert sich auch die Metalllöslichkeit und die Korrosionsanfälligkeit, was die Rohrleitungen verlässlich und dauerhaft schont. Die Trinkwasserverordnung schreibt vor, dass das Trinkwasser einen pH-Wert zwischen 6,5 und 9,5 aufweisen muss. Idealerweise sollte der pH-Wert von Trinkwasser in der Nähe von pH 7 liegen, geringe Abweichungen sind jedoch üblich und gesundheitlich unbedenklich.

Hartes Wasser, das derzeit im Versorgungsgebiet unseres Zweckverbandes bereitgestellt wird, verursacht, dass sich die in hartem Wasser in hohem Maße vorkommenden Mineralien in Rohren und Leitungen absetzen und diese verkalken, d. h. der Querschnitt der Rohre und damit die Durchflussmengen reduzieren sich. Und die Leitungen werden substanziell angegriffen!

Weiches Wasser hat einen deutlich geringeren Mineraliengehalt, weshalb es nicht zu einer weiteren Verkalkung bestehender Leitungen führt. Bestehende Verkalkungen werden weder verstärkt noch reduziert, der Status Quo bleibt erhalten.

Neue Rohrleitungen verkalken durch weiches Wasser deutlich weniger, so dass sie länger halten.

Weiches Wasser schont damit also sämtliche bestehenden wie auch neu verlegte Rohrleitungen. Und das reduziert perspektivisch auch die Kosten unseres Wasserversorgers für Erhalt und Instandsetzung der Rohrleitungen. Es würde sich somit auch um eine nachhaltig kosten- auf aufwandssenkende Maßnahme für alle handeln!

 

Kostenersparnis Eigene Enthärtungsanlage